Das ist Eisbär-Baby Flocke, der Superstar des Nürnberger Tierparks. Sie wurde von seiner Mutter getrennt, denn Mama Vera konnte sich nicht um das Weibchen kümme
rn. Jetzt wird das Eisbärmädchen von Tierpflegern aufgezogen.
Alle sind entzückt von den süßen Bildern, die die Zeitungen abdrucken und das Fernsehen zeigt.
Zu wenig Platz
Doch einige Tierschützer haben große Bedenken. Sie finden es nicht in Ordnung, dass Raubtiere wie Eisbären, Löwen oder Leoparden überhaupt in Zoos aufwachsen. In ihrer natürlichen Umgebung haben diese Tiere riesige Reviere, die mehrere hundert Quadratkilometer groß sind. Die Zoogehege sind im Vergleich dazu sehr klein. Tierschützer glauben, dass sich die Raubtiere so zu wenig bewegen und beschäftigen und auf Dauer krank werden.
n der Natur bringen die Eltern ihren Jungen alles bei, was man können muss um zu überleben: jagen, schwimmen oder eine Höhle bauen. Die Zootiere jedoch wissen oft gar nicht, wie sie ihre Jungen aufziehen müssen, weil sie es sich nie bei ihren Artgenossen in der Freiheit abgucken konnten. Ein Pfleger, der die Aufgaben der Tiereltern übernimmt, kann das Tier nie ersetzen.
Viel Getümmel im Zoo
Ein weiteres Problem ist der Lärm im Zoo. Wenn jeden Tag hunderte Besucher vor den Gehegen stehen und ihre Fotokameras zücken, dann kann das die Tiere ganz schön nervös machen. Schließlich herrscht in ihrer natürlichen Heimat, in den Savannen oder auf dem Polarmeer, Ruhe. Dort säuselt höchstens einmal der Wind.
aus http://www.tivi.de/fernsehen
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