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Groucho Marx

Verfasst von eoip am Dezember 13, 2008

Roberto Horcada (Módulo Herramientas II)

Groucho Marx ist ja ein berühmter amerikanischer Schauspieler, Komiker und weltweit bekannter Entertainer, dessen Filme und Sprüche immer noch gefeiert werden. Ich selbst liebe seinen feinen Sinn für Komik und Humor, also möchte ich gerne einige kleine Skizzen davon anfertigen.

Während ihrer Zeit im Varieté traten die Brüder Marx mit verschiedenen sprachlichen Akzenten auf. Chico entwickelte den italienischen Akzent weiter, und Groucho spielte damals mit deutschem Akzent –kein Wunder, denn seine Eltern stammten aus Deutschland. Dies änderte sich, als die Stimmung nach der Torpedierung der Lusitania 1915 umschlug und sich gegen Deutschland richtete. Daraufhin „entwickelte“ er den schnell sprechenden Schlaumeier – könnte ich doch ihn in Originalfassung verstehen!-, mit dem er berühmt werden sollte.

Groucho entwickelte Routine als Sprüche-machender Dränger mit seinem charakteristisch beschwingten Hahnenschritt und den übertrieben gemalten Schnurrbart und Augenbrauen, der ständig Beleidigungen für verstockte Matronen und alle anderen parat hatte, die ihm sonst im Weg standen. Er und seine Brüder traten in einer Reihe von äußerst populären Filmen und Bühnenshows auf, oft mit Stegreif-Dialogen.

Das ist ja scharf! Aber auch wenn es oberflächlich um lustige, lächerliche Geschichte und Situationen geht, kann man im Grunde, hinter der Widersinnigkeit, sarkastische, zynische, sozusagen sogar anarchistische Kritiken und Meinungen finden. Man könnte sagen unrichtige poetische Meinungen, z.B. in Bezug auf Frauen!

Während der Pariser Mai-Unruhen im Jahr 1968 hatte ein anonymer Sprayer den Spruch „Je suis Marxiste –tendence Groucho“ („Ich bin ein Marxist à la Groucho“) an Mauern und Hauswände gesprüht. Er dokumentierte damit die Beliebtheit der Marx-Brothers, die als Kulturfiguren der fantasiereichen, und widerspenstigen 68-er Generation galten, der das Kommunistische Manifest als zu wenig heiter erschien. „Was immer es ist –ich bin dagegen (1932) und traf damit genau den Nerv der protestierenden Studenten. Seit Ende der sechziger Jahre ging dieses Gespenst des Marxismus feixend in Europa um.

Groucho Marx starb 1977 und er wurde eingeäschert. Sogar über seinen eigenen Tod hat er Witze gemacht: Er hat in einem Interview gesagt, er möchte über Marilyn Monroe beerdigt werden und auf seinem Grab sollte stehen „Entschuldigen Sie, dass ich nicht aufstehen kann“. Letztendlich wurden lediglich seinen Bühnennamen und seine Geburts- und Sterbedaten darauf festgehalten.

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