Javier Bergera (Módulo Herramientas II)
Piemont ist eine italienische Berglandschaft, deren Provinzhauptstadt Alessandria im Süden des Gebietes liegt. In diesem schönen Ort wurde am 5. Januar 1932 Umberto Eco geboren.Heute ist er als Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph u.s.w. weltbekannt.
Sein Vater war Buchhalter und Umberto verbrachte seine Kindheit und seine Jugend in dieser kleinen Familie. Diese Umgebung und jene schwierigen Jahre hatten ihn stark geprägt. In den Dreißiger und Vierziger Jahren hatte er einiges unter dem Regime des italienischen Faschismus erlebt und er hat viele von diesen konkreten Situationen seines Lebens in einigen seiner Büchern erzählt.
„Das Wunder von San Baudolino“ – „Wie man mit einem Lachs verreist“ – „Die Insel des vorigen Tages“ – „Das Foucaultsche Pendel“ – u.s.w. Insbesondere in seinem Roman „Die Geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“ beschrieb und schilderte Eco ausführlich die Landschaft, Charakter und die Grundstimmung, von den dort lebenden Menschen. Die Geschichte erlebte Eco im letzten Kriegsjahr aus der Nähe mit, die Kämpfe zwischen Partisanen und Faschisten.
Aber aus allen seinen erschienenen Romanen war „Der Name der Rose“ der berühmteste von allen, mit dem er 1980 die ganze Welt als Romancier überraschte.
Umberto Eco schloss sein Studium der Philosophie und Literaturgeschichte 1954 an der Universität Turin ab. Danach begann er, beim italienischen Fernsehen ein Kulturprogramm aufzubauen. Bis die achtziger Jahre war er in den Medien tätig und in dieser Zeit war er sicher der bekannteste zeitgenössische Semiotiker, ein Medienwissenschaftler der semiotisch-philosophischen und literaturkritischen Werke, Sachbuchlektor, brillanter Kulturtheoretiker und viele Jahre Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation. Sein 1968 erschienenes Buch „Einführung in die Semiotik“ gilt bis heute auch international als Standardwerk. Im Oktober 2007 hat er sich aus der aktiven Lehrtätigkeit zurückgezogen.
Umberto Eco spricht von Borges und Joyce als die beiden modernen Autoren, die er am meisten geliebt habe und von denen er am stärksten beeinflusst worden sei.
Er schreibt auch viele politische Artikel in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, immer als vehementer Gegner von Silvio Berlusconi, dessen Politik er scharf kritisiert. Seit 1985 schreibt er regelmäßig als Kolumnist in der L´Espresso unter dem Titel „Streichholzbriefe“. Er ist auch Mitgründer und Herausgeber einer Internetzeitschrift mit der Gruppe „Liberta e Justizia“ gegen die Politik von Berlusconi.
Es ist nur ein Teil seiner umfangreichen Biografie und seiner starken Persönlichkeit.





