Die Frage, ob es einen Gott gibt Bertolt Brecht
Einer fragte Herr K. Ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte; „ ich rate dir nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann könnten wir die Frage fallen lassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.
Gespräch Wolfgang Borchert
Zwei Männer sprachen miteinander.
Na, wie isst es?
Ziemlich schief.
Wie viel haben Sie noch?
Wenn es gut geht: viertausend
Wie viel können Sie mir geben?
Höchstens achthundert.
Die gehen drauf.
Also tausend.
Danke.
Die beiden Männer gingen auseinander.
Sie sprachen von Meschen.
Es waren Generale.
Es war Krieg.
Die Frage, ob es einen Gott gibt.
Das glaube ich auch, dass Herr K. ziemlich Recht hat. Mein Verhalten kann sich radikal ändern je nach der Antwort auf diese Frage. Wenn es keinen Gott gibt, dann beruht meine Freiheit nur auf menschlichen Prinzipien; was mache ich „Gutes?.. Schlechtes?“ Ich habe nur menschliche Grenzen. Wenn es einen Gott gibt, hat mein Verhalten nur eine einzige Richtung „das Gute“, weil auch Gott nur das Gute machen darf. Also darf ich nichts gegen Gottes willen machen. Natürlich gibt es zwischen Gott und mir einen riesigen Unterschied, er darf und kann nur Gutes tun und ich darf und kann es nur versuchen. (Javier Bergera)
Gespräch
Im Krieg hat das Leben einer Person, eines Menschen keinen Wert.
Im Krieg horcht und gehorcht der General nicht seinem Herzen sondern seinen Vorgesetzten.
Im Krieg sind die Menschen nichts anderes, als Werkzeuge, um Feinde zu töten.
Im Krieg werden die Menschen zu Gegenständen. Im Krieg ist der Mensch bloß eine Nummer. (Javier Bergera)