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Mit ‘schöne Texte’ verschlagwortete Einträge

Das Leben der Anderen

Verfasst von eoip am Dezember 2, 2008

leben-der-anderen

Magst du Filme? Möchtest du dein Deutsch verbessern?

Ich habe die perfekte Lösung.

In der Schule gibt es Filme. Diese Filme kennt ihr schon. Jetzt ist es einfach jede Woche einen Film zu sehen.

Die Filme kennst du schon, deshalb setz dich einfach und erfreue dich daran.

Diese Woche habe ich „Das Leben der Anderen“ gesehen. Meine Lieblingsszene ist die letzte. Der ältere Stasipolizist Gerd Wiesler (HGW XX/7) kommt in eine Buchhandlung. Er möchte ein wichtiges Buch.

Als die Buchhändlerin ihn fragt: Soll ich das Buch als Geschenk verpacken?

Antwortet er: Nein, das ist für mich.

Mary Carmen García

3. November 2008

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Die Tauben und die Türken (Módulo Herrm. II)

Verfasst von eoip am November 12, 2008

Jutta Ouwens arbeitet als Krankenschwester in der Psychiatrie. In ihrem ersten Roman „Die Zeitmeisterin“ schildert sie, die Suche einer Frau, die Gewalt in ihrer Kindheit erlebt hat, nach Vollständigkeit und Identität. Jutta Owens hat Kurzgeschichten und Poesie veröffentlicht. Pilar Seidenfaden

In ihrer Kurzgeschichte „Die Tauben und die Türken“ schreibt sie über die Vorurteile den Ausländern gegenüber. In diesem Fall findet die Kurzgeschichte in Deutschland statt: Eine türkische Familie zieht in ein Wohnhaus ein und eine alte deutsche Frau, die Nachbarin, ist empört. Sie vergleicht die Türken mit den Tauben. „Sie vermehren sich schlimmer als die Tauben“ sagt die. Die türkische Familie zieht ein und die alte Frau bemerkt, dass die Familie wie eine ganz normale deutsche Familie ist und ändert ihre Meinung. Jutta Ouwens ist verheiratet und hat zwei Kinder. Lucía Perdomoturken

Die Tauben und die Türken

Es war vor fast genau sechs Wochen. Die Sommerferien hatten gerade begonnen, und Evchen war am Tag zuvor mit der katholischen Jugendgruppe nach Oberbayern gefahren. Ich kam schwer bepackt vom Markt. Aus meinem Einkaufskorb duftete es nach Knoblauch und Oliven, also war es ein Mittwoch. Knoblauchzehen, so groß wie Pflaumen, kaufe ich mittwochs bei Ali auf dem Wochenmarkt, denn er ist nur an diesem Tag da.

Mein Schlüssel steckte schon im Schloss, da ging gegenüber die Wohnungstür auf. Oh nein, ich würde es nicht mehr schaffen! Frau Schmitt, ihres Zeichens allwissende Nachbarin, stand mit einem großen Schritt bereits neben mir. “Haben Sie schon gehört, wer oben einzieht?” Ihr Kopf machte eine ruckartige Bewegung nach rechts oben und dabei verdrehte sie die Augen in die gleiche Richtung. “Keine Ahnung, Frau Schmitt, aber Sie sagen es mir jetzt sicher, oder?” Offensichtlich spitze Bemerkungen prallten an ihrer geblümten Kittelschürze ab.

“Türken, Frau Hoffmann, Türken!” Frau Schmitt stieß die Worte zischend hervor, wobei ihre ergrauten Locken vor Empörung zitterten. Ihr Blick forderte zum Duell…. (mehr)


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Wo Licht ist, ist auch Schatten (Idoia Aincía Módulo Herrm II)

Verfasst von eoip am November 3, 2008

Idoia Aincía empfiehlt euch diese Kurzgeschichte von Barbara Lehner und  auch mal ihre Webseite zu besuchen.

Sie schreibt von starken Frauen, von schwachen Stunden, von Lieben und Trieben, vom Leben und vom Sterben. Ihre Geschichten sind so provokant und verletzlich, nachdenklich und witzig wie sie selbst, ihre Gedichte so ungereimt wie das Leben selbst.



Wo Licht ist, ist auch Schatten

Es war einmal eine Mutter, die hatte ein Kind. Das ist nichts Ungewöhnliches bei Müttern. Mutter und Kind gingen spazieren. Auch das ist nicht weiter verwunderlich.

Das Kind hopste hinter dem Rücken der Mutter hin und her.

„Was machst du da?“, fragte die Mutter.

„Ich springe über deinen Schatten. Keine Angst, ich passe auf, dass ich dir nicht auf den Kopf trete.“

Das Kind hüpfte weiter und die Mutter wurde langsam nervös. „Geh doch in die Sonne“, schlug sie vor.

„Sie blendet mich. Sie ist so heiß, dass sie mich verbrennt. Hier in deinem Schatten ist es angenehm kühl.“

„Gut, ein bisschen noch. Aber du kannst dich nicht ewig in meinen Schatten stellen.“

„Warum nicht?“

„Weil du nicht wachsen kannst ohne Licht.“ Und ich kann auch nicht wachsen, dachte die Mutter, wenn du an mir klebst wie mein Schatten. Aber das sagte sie nicht. „Außerdem will ich nicht, dass du ein Schattendasein führst.“

„Macht alles einen Schatten?“, wollte das Kind wissen. „Auch der Wind? Engel? Feen? Zwerge?“

„Wenn die Sonne tief steht, selbst die. Sogar ein einziges Haar wirft Schatten.“ Das Kind staunte und riss sich sogleich eines vom Kopf.

„Wie wäre es, wenn du über deinen eigenen Schatten springst?“, schlug die Mutter vor.

Das Kind lachte. „Ach, Mama. Das hab ich schon versucht, aber es klappt nicht. Egal, wie hoch oder weit ich hüpfe, der Schatten springt immer mit. Vielleicht schauen deshalb so viele Leute so traurig, weil ihnen eingeredet wird, sie sollen über ihren Schatten springen, dabei kann das gar nicht funktionieren. Man kann nicht vor ihm davonlaufen und nicht drüberspringen, deshalb sollte man ihn sich zum Freund machen und mit ihm springen. Aber das muss den Erwachsenen endlich mal jemand sagen.“

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Deutsch (Módulo Herrm.II)

Verfasst von eoip am Oktober 14, 2008

Auf unseren Straβen treffen wir immer öfter Leute aus verschiedenen Ländern, die andere Sprachen sprechen.

Ihr Aussehen, ihre Bräuche, ihre Sprache überraschen uns, manche empfinden das sogar als Gefahr und dies führt oft zu Vorurteilen und Klischees.

Deutsch

Endlich fahren wir in Leipzig ein. Ich betrete den Bahnsteig und schlendere auf das Hauptgebäude zu, als mir fünf ältere Herrschaften ins Auge fallen, die wenige Meter vor mir laufen.

Die Frauen tragen Kopftücher, wie die Oma, die am Anfang der russischen Märchen aus dem Fenster schaut, die Männer graue Bärte und schwarze Mäntel. Sie unterhalten sich angeregt und aus dem Klang der Sprache und ihrem Aussehen schließe ich, dass sie Russisch sprechen.

Plötzlich überholt mich, mit schnellen Schritten, ein Mann mittleren Alters, gehüllt in einen langen, hellbraunen Mantel. Er schaut auf die Gruppe und ruft im Vorbeigehen, mit grimmiger Miene: „Ja, können Sie denn kein Deutsch?“

Erschrocken schaue ich ihn finster an, aber einer der Herren, aus der Gruppe, dreht sich um und lächelt verschmitzt. „Ja, können Sie denn kein Russisch?“, erwidert er fröhlich. Erstaunt fange ich zu lachen an. Der Mann im hellbraunen Mantel wendet den Blick ab und stürmt wortlos an den Fünfen vorbei, Richtung Ausgang.

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